Der Break-Even-Point ist eine der wichtigsten Zahlen für jede Gründung. Er sagt dir, ab welcher Menge oder welchem Umsatz du weder Verlust noch Gewinn machst. Wer ihn kennt, kann Preise, Kosten und Ziele besser einschätzen. Diese Anleitung erklärt Formel, Beispiel und den Aufbau einer einfachen Excel-Vorlage.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Break-Even-Point ist der Punkt, an dem Erlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind.
- Die Grundformel lautet Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag pro Stück.
- Der Deckungsbeitrag ist der Verkaufspreis abzüglich der variablen Kosten pro Stück.
- Oberhalb des Break-Even-Points machst du Gewinn, darunter Verlust.
- Mit einer einfachen Tabelle in Excel oder Google Sheets lässt sich der Wert schnell berechnen.
Was ist der Break-Even-Point?
Der Break-Even-Point, oft auch Gewinnschwelle genannt, markiert die Menge, ab der dein Geschäft die eigenen Kosten deckt. Bis zu diesem Punkt überwiegen die Kosten, danach bleibt für jedes weitere verkaufte Stück ein Gewinn übrig. Die Zahl hilft dir einzuschätzen, ob ein Preis und ein geplanter Absatz realistisch zusammenpassen.
Die Formel
Die Berechnung baut auf dem Deckungsbeitrag auf. Dieser ist der Teil des Verkaufspreises, der nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten übrig bleibt.
Tipp: Break-Even-Menge = Fixkosten / (Verkaufspreis − variable Kosten pro Stück). Den Break-Even-Umsatz erhältst du, indem du die Menge mit dem Verkaufspreis multiplizierst.
Beispielrechnung
Angenommen, du hast monatliche Fixkosten von 4.000 Euro, verkaufst ein Produkt für 50 Euro und hast variable Kosten von 30 Euro pro Stück. Der Deckungsbeitrag beträgt damit 20 Euro. Teilst du die Fixkosten durch diesen Deckungsbeitrag, ergibt sich eine Break-Even-Menge von 200 Stück im Monat.
| Größe | Beispielwert |
|---|---|
| Fixkosten pro Monat | 4.000 Euro |
| Verkaufspreis pro Stück | 50 Euro |
| Variable Kosten pro Stück | 30 Euro |
| Deckungsbeitrag pro Stück | 20 Euro |
| Break-Even-Menge | 200 Stück |
| Break-Even-Umsatz | 10.000 Euro |

Break-Even in Excel berechnen
Für eine eigene Vorlage brauchst du nur vier Felder. Trag deine Fixkosten, den Verkaufspreis und die variablen Kosten pro Stück ein. In ein viertes Feld schreibst du die Formel, die die Fixkosten durch die Differenz aus Preis und variablen Kosten teilt. Sobald du eine Zahl änderst, aktualisiert sich der Break-Even-Point automatisch.
So siehst du sofort, wie sich höhere Preise, niedrigere Kosten oder zusätzliche Fixkosten auf deine Gewinnschwelle auswirken. Genau diese Durchrechnung verschiedener Szenarien macht die Tabelle so nützlich.
Fazit
Der Break-Even-Point zeigt dir in einer einzigen Zahl, ab wann sich dein Geschäft trägt. Du berechnest ihn, indem du die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stück teilst. Mit einer einfachen Excel-Vorlage lässt sich der Wert in Sekunden anpassen und für verschiedene Szenarien durchspielen. Wer diese Kennzahl im Blick behält, trifft bei Preisen und Kosten deutlich sicherere Entscheidungen.
FAQ
Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Du teilst die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stück, also durch den Verkaufspreis abzüglich der variablen Kosten. Das Ergebnis ist die Menge, ab der du kostendeckend arbeitest.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Verkaufspreis übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Was sagt der Break-Even-Point aus?
Er zeigt die Menge oder den Umsatz, ab dem dein Geschäft weder Gewinn noch Verlust macht. Darüber beginnt die Gewinnzone.
Kann ich den Break-Even in Excel berechnen?
Ja, mit drei Eingabefeldern für Fixkosten, Preis und variable Kosten und einer einfachen Formel berechnet die Tabelle den Wert automatisch.
